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SBS 2011 Best Practices Analyzer (Windows Server Solutions Best Practices Analyzer 1.0)

Wie schon in den Vorgängerversionen stellt Microsoft auch für den Small Business Server 2011 den Best Practices Analayzer zur Verfügung. Dabei deckt dieses Tool gleich mehrere Serverversionen (Windows Small Business Server 2011 Standard, Windows Small Business Server 2011 Essentials, Windows Storage Server 2008 R2 Essentials, und Windows Multipoint Server 2011) ab.

Ich empfehle Ihnen dieses wertvolle Tool gleich nach Abschluss der Installation oder Migration Ihres Small Business Server 2011 zu installieren. Der BPA hilft Ihnen dabei bei folgenden Aufgaben:

  • Sammelt Informationen über den SBS 2011 Server
  • Überprüft die Einstellungen der “Best Practices” Vorgaben von Microsoft für den Small Business Server 2011
  • Erstellt einen Bericht der Scanergebnissen, die von den empfohlenen “Best Practices” Vorgaben abweichen
  • Erkennt Fehlkonfigurationen, die zu Problemen mit dem Server führen können und empfiehlt die dazu passenden Lösung

Im Gegensatz zu den früheren Versionen wird der BPA des SBS 2011 in den MBCA 2.0 (Microsoft Baseline Configuration Analyzer 2.0) integriert. Neu im BPA 2011 ist, dass dieser auch von einem Remote Computer ausgeführt werden kann. Wird der BPA 2011 auf dem SBS selbst installiert, kann er in die Windows SBS Console integriert werden. Wenn Sie diese Installationsart wählen (Default Einstellung), dann führt der BPA täglich einen Systemcheck durch.

Der SBS 2001 BPA ist nur in englischer Sprache erhältlich, kann aber auch auf einem deutschensprachigen System installiert werden.

Für die Installation des BPA führen Sie nachfolgende Schritte aus:
  • Download der benötigten Dateien (Links dazu am Ende des Beitrages)
  • Für die Installation auf dem SBS 2011 benötigen Sie die 64-BIT Version des MBCA 2.0.
  • Starten Sie mit einem Doppelklick auf MBCA_Setup64.msi die Installation des MBSA und führen Sie die Installation gemäß den Anweisungen des Installation-Assistenten durch
  • Starten Sie anschließend mit einem Doppelklick auf die Datei BPASetup.msi die Installation des Best Practices Analayzer
  • Wählen sie aus ob Sie am Microsoft-CEIP (Microsoft-Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit) teilnehmen wollen (Informationen zu diesem Programm finden Sie im Link am Ende des Beitrages).
  • Im nächsten Schritt können Sie auswählen ob der BPA in die Windows SBS Console integriert werden soll. Wenn Sie diese Checkbox aktivieren, führt der BPA einen täglichen Check Ihres Servers durch.
  • Führen Sie die restliche Installation nach den Anweisungen des Installation-Assistenten durch.

BPA2011_2

Die 1. Überprüfung Ihres Servers.
  • Starten Sie den BPA durch einen Doppelklick auf die Desktop-Verknüpfung “Windows Server Solutions Best Practices Analyzer 1.0”
  • Wählen Sie “Windows Server Solutions Best Practices Analyzer 1.0” aus dem Drop-Down Menü “Select a product” aus, und starten Sie die Überprüfung mit “Start Scan”
  • Nach erfolgter Überprüfung können Sie im Analyzer Report die Ergebnisse des Scans sehen und eventuelle Fehlermeldungen korrigieren

BPA_2

Im Report des BPA deutlich zu sehen – Ein übereifriger Admin hat die Bindung des IPv6 Protokolls an die Netzwerkkarte deaktiviert. Ein Fehler, der so schnell wie möglich behoben werden sollte.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema und Download-Links:

Microsoft Download Center Microsoft Baseline Configuration Analyzer 2.0
Microsoft Download Center Windows Server Solutions Best Practices Analyzer 1.0
Microsoft Info zum CEIP-Programm Microsoft-Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit

Der WSUSLogCleaner im SBS 2008 Update Rollup 5 und SBS 2011

Für jeden Admin ist es hilfreich bei einem Serverproblem auf ein LogFile des fehlerhaften Dienstes oder Programmes zugreifen zu können um den Fehler eingrenzen und möglichst schnell beheben zu können. 

Auch im SBS 2008 / SBS 2011 erzeugen die wichtigen Dienste ausführlich LOG-Dateien. Manche davon sind jedoch schon zu “gesprächig” und schreiben große und ausführliche LOG-Dateien. Da die LOG-Dateien in den meisten Fällen nicht automatisch gelöscht werden, besteht bei einem schlecht gewarteten SBS 2008 / SBS 2011 die Gefahr, dass die Systempartition vollläuft.

Einer der gesprächigsten Dienste ist der WSUS (Windows Server Update Services). Mit dem SBS 2008 Update Rollup 5 (KB 2458094) hat Microsoft dem gestressten Admin ein Tool spendiert, dass eine automatische Bereinigung der WSUS LOG-Dateien durchführt.

Bisher war der Administrator dafür verantwortlich das Logverzeichnis (C:\inetpub\logs\LogFiles\W3SVC1372222313) selbst zu bereinigen. Update Rollup 5 nimmt dem Administrator diese Aufgabe ab und installiert einen Task WSUSLogCleaner (Sie finden diesen Task über Aufgabenplanung –> Aufgabenplanungsbibliothek –> Microsoft –> Windows –> Windows Small Business Server 2008). Der Task wird täglich um 02:00 Uhr ausgeführt, und startet die Datei wsuslogcleaner.vbs im Verzeichnis C:\Program Files\Windows Small Business Server\Bin. Die Datei löscht alle Dateien im WSUS Logverzeichnis, die älter als 30 Tage sind.

Der SBS 2001 hat dieses Tool bereits mit an Board, führt aber eine Bereinigung der LOG-Dateien nur durch, wenn dieser älter als 100 Tage sind.

In der Praxis sollte es aber bei beiden Serverversionen reichen, wenn die LOG-Dateien für 10 bis 20 Tage aufbewahrt werden.

Um die Aufbewahrungszeit der LOG-Dateien z.Bsp. auf 10 Tage zu ändern, klicken Sie auf Start und geben Aufgabenplanung in das Suchfeld ein.

  • Starten Sie die Aufgabenplanung
  • Erweitern Sie die Aufgabenplanungsbibliothek –> Microsoft –> Windows
  • Klicken Sie auf Windows Small Business Server 2008 bzw. Windows Small Business Server 2011 Standard
  • Öffnen Sie mit einem Doppelklick auf den Task WSUSLogCleaner die Eigenschaften des Task
  • Aktivieren Sie das Register Aktionen und klicken Sie auf Bearbeiten
  • Schließen Sie im Eingabefeld Programm/Skript: den Befehl "C:\Program Files\Windows Small Business Server\Bin\WSUSLogCleaner.vbs" in “” ein. Dies ist wichtig, das sonst nach dem Bestätigen der Eingaben, der Befehl falsch übernommen wird (Siehe Screenshot).
  • Passen Sie im Eingabefeld Argumente hinzufügen die Anzahl der Tage an, für die LOG-Dateien des WSUS aufbewahrt werden (z.Bsp. 10 bedeutet, dass beim Ausführen des Task alle LOG-Dateien älter als 10 Tage gelöscht werden)
  • Übernehmen Sie Ihre Eingaben mit 2 x OK.
  • Schließen Sie die Aufgabenplanung

WSUSLogCleaner

Weitere Informationen zu diesem Thema:

The Official SBS Blog

SBS 2008 Update Rollup 5 verfügbar (KB2458094)

Microsoft Update Catalog Web site Direkter Download des Updaterollup5 für den SBS 2008 (KB245809)4

SBS 2011–White Paper zur Migration

Wie schon bei den Vorgängerversionen stellt Microsoft auch für den SBS 2011 sehr ausführliche Dokumentationen für eine erfolgreiche Migration zur Verfügung.

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Aufstellung und der Downloadlinks der derzeit verfügbaren Dokumente:

Originaltitel Sprache URL
Migrate to Windows Small Business Server 2011 Standard from Windows Small Business Server 2003 engl. http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=208664
Migrate to Windows Small Business Server 2011 Standard from Windows Small Business Server 2008 engl. http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=209167
Migrate Windows Small Business Server 2011 Standard to New Hardware engl. http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=209169

Die Admin Console(n) des SBS 2008 / SBS 2011

Jeder SBSAdmin kennt die Windows SBS Konsole die bei einer Anmeldung am SBS 2008 / SBS 2011 automatisch startet. Aber wissen Sie auch, dass der SBS 2008 bzw. SBS 2011 noch 2 andere Verwaltungskonsolen besitzt?

Klicken Sie doch einmal auf Start –>  Alle Programme und erweitern Sie Windows Small Business Server. Hier gibt es neben der Windows SBS Konsole, das ist die Konsole die bei der Anmeldung automatisch startet, auch noch die Windows SBS Konsole (Advanced Mode) und die Windows SBS-Verwaltung von systemeigenen Tools. Die Windows SBS-Verwaltung von systemeigenen Tools ist eine Standard MMC (Microsoft Management Console) und soll hier nicht weiter behandelt werden.

Was bietet nun die Windows SBS Konsole (Advanced Mode) mehr. Nun, sie beinhaltet neben allen Tasks der Standard Konsole noch zusätzlich die Möglichkeit den DHCP Server zu starten/beenden, DHCP, DNS und Zertifikate zu verwalten (diese Tasks erreichen Sie über Netzwerk –> Konnektivität –> Tasks).
Auch die Serveranwendungen (z.B. Neuinstallation des FAX-Dienstes) können über die erweiterte Konsole verwendet werden.

Console_1 Console_2 Console_3
Die Konnektivität-Tasks der Standard Konsole Und hier im Erweiterten Modus Anzeige der installierte Serveranwendungen im Erweiterten Modus

Da der erweiterte Modus der Windows SBS Konsole durch den Startparameter /a erreicht wird, bietet sich an, gleich die erweiterte Konsole statt der Standard Konsole bei der Anmeldung zu starten.

Um dies zu erreichen klicken Sie auf “Start” und geben Aufgabenplanung in das Suchfeld ein.

  • Starten Sie die Aufgabenplanung
  • Erweitern Sie die Aufgabenplanungsbibliothek –> Microsoft –> Windows
  • Klicken Sie auf Windows Small Business Server 2008 bzw. Windows Small Business Server 2011 Standard
  • Öffnen Sie mit einem Doppelklick auf den Task Console  die Eigenschaften des Task
  • Aktivieren Sie das Register Aktionen und klicken Sie auf Bearbeiten
  • Schließen Sie im Eingabefeld Programm/Skript: den Befehl "C:\Program Files\Windows Small Business Server\Bin\Console.exe"
    in “” ein. Dies ist wichtig, das sonst nach dem Bestätigen der Eingaben, der Befehl falsch übernommen wird.
  • Fügen Sie im Eingabefeld Argumente hinzufügen die Startoption /a hinzu.
  • Übernehmen Sie Ihre Eingaben mit 2 x OK.
  • Schließen Sie die Aufgabenplanung

Console_4

Bei der nächsten Anmeldung auf dem SBS 2008 / 2011 Server startet die Windows SBS Konsole im erweiterten Modus.

Tipp: Wenn auf Ihrem System der Start der Konsole sehr lange dauert, dann können Sie in der Aufgabenplanung auch den automatischen Start der Konsole deaktivieren. Markieren Sie dazu den Task Console und klicken Sie im rechten Aktionen-Fenster auf Deaktivieren.

Small Business Server 2011 Hardware Anforderungen

Viel Leistung braucht auch viel RAM. So oder so ähnlich könnte man auch die Mindest–Hardwareanforderung des neuen Small Business Server 2011 umschreiben. Nachfolgende Tabelle soll Ihnen den Vergleich der beiden Versionen SBS 2008 und SBS 2011 ermöglichen. Und wie die Erfahrung beim Small Business Server 2008 zeigte, sind das absolute Mindestanforderungen. So lässt sich auf einem SBS 2008 erst ab 8 GB RAM vernünftig arbeiten, und ab 12 GB RAM Arbeitsspeicher läuft er dann wirklich rund.

Ausstattungs-Komponente SBS 2008 Standard SBS 2011 Standard
Prozessor 2 GHz (x64 Prozessor) Quad Core 2 GHz (x64), max. 4 Sockel
RAM 4 GB RAM, max. 32 GB 8 GB RAM, empfohlen 10 GB + 3-30 MB pro User, max. 32 GB RAM
Festplattenkapazität 60 GB Minimum 120 GB Minimum
unterstützte Client Betriebssysteme Windows XP Professional SP2 oder höher, Windows Vista Business, Enterprise Windows XP Professional SP3, Windows Vista Business, Enterprise, Windows 7 Professional, Enterprise oder Ultimate
Mobile Devices Windows Mobile 5.0 oder höher Windows Mobile ab Version 6.1.4 u.a.
Fax Modem u.a. zusätzliche Infos über zertifizierte Hardware für den SBS 2001 finden Sie im Windows Server Catalog
weitere Infos viele weitere Infos zu allen SBS 2011 Server Varianten finden Sie hier