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Eine Windows 2003 Server Installation, ein RAID Treiber,
die F6 Taste und kein Diskettenlaufwerk.

Heute stand wieder einmal die Installation eines HP-ML110 G4 Server an. Wie viele aktuelle Server wird auch dieses Modell ohne Diskettenlaufwerk ausgeliefert. Was also tun, wenn der RAID Kontroller über die F6 Taste eingebunden werden soll, und das vorhandene USB-Diskettenlaufwerk seinen Dienst versagt. Dieses „Versagen“ von USB-Diskettenlaufwerken bei der Installation zusätzlicher Treiber über die F6 Taste wurde in der Zwischenzeit in einigen Beiträgen auf www.MCSEboard.de beschrieben.

Mein absoluter Favorit für die Lösung dieses Problems ist in der Zwischenzeit das Programm nLite geworden, das Sie hier downloaden können. Mit diesem Freeware Tool können Sie einfach und unkompliziert Treiber, ServicePacks, HotFixes usw. in Installation- Medien einbauen, und dann daraus auch wieder bootfähige Medien oder ISO-Images erstellen.

Die Vorgangsweise dazu möchte ich Ihnen in einfachen Schritten beschreiben. Ich setze dabei voraus, dass Sie die zu integrierendenTreiber bereits in ein Verzeichnis auf Ihrer Festplatte entpackt haben, die Betriebssystem CD im Laufwerk liegt, und nLite bereits installiert und funktionsfähig ist.

  1. Starten Sie nLite , wählen Sie die gewünschte Sprache und klicken Sie auf Weiter.
  2. Da die nächsten Arbeitsschritte selbsterklärend sind, wird nicht weiter darauf eingegangen.
  3. Nachdem die Aufgaben aus Schritt 2 erledigt sind, aktivieren Sie im Fenster Aufgaben auswählen die Button Treiber und Bootfähiges ISO Image erstellen. Klicken Sie anschließend auf Weiter.
  4. Wählen Sie nun im Fenster Treiber über den Button Einfügen die zuvor entpackten Treiber aus.
  5. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Treiber, die Sie integrieren möchten, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
  6. Bestätigen Sie Ihre Angaben, warten Sie die Verarbeitung der Änderungen ab, und klicken Sie auf Weiter.
  7. Anschließend können Sie auswählen, ob ein Image erstellt werden soll, oder ob Ihre Zusammenstellung direkt auf CD oder DVD gebrannt werden soll.
  8. Bestätigen Sie Ihre Eingaben, und klicken Sie auf Brennen.

Sie können nun mit der erstellten CD/DVD die Installation Ihres Servers beginnen. Dabei ist es nicht mehr notwendig die F6 Taste zur betätigen.

Anmerkung zum Button „ServicePack“ in Schritt 3: In diesem Abschnitt ist es auch möglich ein ServicePack in die Installations-CD/DVD zu integrieren. Dies ist jedoch beim SP2 für Windows Server 2003 R2 nicht möglich, da hier das Installationspaket aus 2 CDs besteht und in beide CD das SP2 integriert werden muss. Wenn das SP2 nicht in die CD2 integriert wird, bricht die Installation mit einer Fehlermeldung ab.